Affen


WESTLICHER FLACHLANDGORILLA Zoo Zürich

GORILLA GORILLA GORILLA

Verwandtschaft: Altweltaffen, Menschenaffen, Gorillas (2 Arten), Westlicher Gorilla (2 Unterarten)

Lebensraum: Regenwald bis 1600 Meter über Meer, Sumpfland

Lebensweise: bodenbewohnend, zum Schlafen auch auf grossen Bäumen, Streifgebiete der einzelnen Gruppen überlappen sich erheblich

Schlafnest: meist am Boden, auch erhöht auf grossen Astgabeln, bis 150 cm Durchmesser

Sozialstruktur:. Harem, Silberrückenmännchen mit bis zu acht erwachsenen Weibchen und deren Jungtieren

Futter: Blätter, Kräuter, Früchte, Insekten, selten Ameisen und Termiten

Gewicht: Weibchen 70 bis 110 kg, Männchen 135 bis 180 kg (im Freiland selten bis 230 kg, in Zoos selten bis 270 kg), Neugeborene 2 kg

Körperlänge: Männchen bis 180 cm, Weibchen kleiner

Armspannweite: 230 bis 260 cm

Tragzeit: 8½ MonateWurfgrösse1 Junges, selten 2 Jungtiere

Erste Paarungsperiode: Weibchen 10 bis 12 Jahre (in Zoos etwas früher), Männchen 11 bis 13 Jahre, eigentliche Geschlechtsreife jedoch bereits mit 8 Jahren

Lebenserwartung: 35 bis 40 Jahre, in Zoos bis 58 Jahre

Nutzung: Fleisch («Bushmeat»)

Aktueller Bestand: höchstens 90'000 Tiere im Freiland, starker Rückgang (Jagd, tödliche Ebola-Erkrankungen), in 65 europäischen Zoos rund 430 Tiere

Im Zoo Zürich seit: 1931 (mit Unterbrüchen), insgesamt 34 Jungtiere (2015), international koordinierte Zucht (EEP)

Gorillas leben in Gruppen, die von älteren Männchen mit silbergrau gefärbten Rückenpartien angeführt werden. Diese sogenannten Silberrücken sind die sozial kompetentesten Tiere eines Familienverbandes. Meist schlichten sie eher seltenen Streit zwischen erwachsenen Weibchen durch ihren Blickkontakt oder durch das Dazwischengehen, ohne jedoch körperliche Aggressionen zu zeigen. Die gegenseitige Haarpflege ist bei Gorillas selten. Man sieht aber häufig, wie sie mit dem Zeige- und Mittelfinger die Nase, Ohren und Augen reinigen. Die Fingernägel werden mit dem Mund gesäubert. Das Fell scheuern sie an Steinen und Baumstämmen. Gorillas sind eher wasserscheu, da sie nicht schwimmen können.

Diese Angaben wurden von der Internet Seite des Zoo Zürich übernommen https://www.zoo.ch/de/naturschutz-tiere/tier-pflanzenlexikon

Zoo 20111208 DSC00157

Zoo 20111208 DSC00159

Zoo 20120619 DSC00425


SCHIMPANSE Walterzoo

PAN TROGLODYTES

LEBENSRAUM
Der Schimpanse bewohnt die tropischen Regenwälder und Waldgebiete der Savanne Zentralafrikas.

LEBENSWEISE
Er lebt in sozialen Gruppen. Die Männchen gehen gemeinsam auf die Jagd und patrouillieren an den Grenzen des Territoriums. Schimpansen sind dafür bekannt, dass sie natürliche Hilfsmittel als Werkzeuge einsetzen. So nutzen sie zum Beispiel Stöcke, um in Termitenbauten nach Termiten zu "fischen". Der Schimpanse misst 1 bis 1.7 m, wiegt 25 bis 70 kg, erreicht seine Geschlechtsreife mit 7 bis 9 Jahren und ernährt sich vorzugsweise von Früchten, Pflanzen, Insekten und kleineren Affenarten.

BEDROHUNG
Der Schimpanse ist laut der roten Liste der IUCN bedroht (Stand 2015). Hauptbedrohung ist der Verlust seines Lebensraums durch illegalen Holzschlag und illegale Jagd. Die Jungtiere werden als Haustiere verkauft.

WAS MACHT DER WALTER ZOO?
Wir nehmen am Erhaltungszuchtprogramm in Zoos teil und unterstützen das Jane Goodall Institut, welches sich für den Schutz der Schimpansen in der Wildnis einsetzt.

WUSSTEST DU...? Beim Schimpansen gibt es kulturelle Unterschiede. Gruppen aus verschiedenen Regionen lösen das gleiche Problem oft auf völlig unterschiedliche Weise.

Diese Angaben wurden von der Internet Seite des Walter Zoo Gosau übernommen. https://www.walterzoo.ch/de/tiere-abenteuer/tiere-und-natur/saeugetiere.html

Walter Zoo 20170515 DSC00030

Walter Zoo 20170515 DSC00039

Walter Zoo 20170515 DSC00044

Walter Zoo 20170515 DSC00049

Walter Zoo 20170515 DSC00053

 

KAPPENGIBBON Zoo Zürich

HYLOBATES PILEATUS

Verwandtschaft: Altweltaffen, Menschenaffen, Gibbons (19 Arten)

Lebensraum: Regenwald, immergrüner Trockenwald bis 1500 Meter über Meer

Lebensweise: baumbewohnend

Schlafnest: bauen kein Nest, schlafen in Sitzhaltung

Sozialstruktur: in Familiengruppen, junge Erwachsene werden aus der Gruppe vertrieben, sehr territorial

Futter: Früchte, Blumen, Triebe, Blätter und Insekten

Gewicht: 5 bis 6,5 kg, Neugeborene 400 bis 550 g

Körperlänge: 47 bis 60 cm

Armspannweite: bis 110 cm

Tragzeit: 210 bis 225 Tage

Wurfgrösse: 1 Jungtier

Erste Paarungsperiode: 6 bis 8 Jahre

Lebenserwartung: 40 Jahre

Nutzung: als Haustier (illegal), Fleisch

Aktueller Bestand: weniger als 60'000 Tiere, abnehmend

Im Zoo Zürich seit: 1939 (mit Unterbrüchen), insgesamt 27 Jungtiere (2015), international koordinierte Zucht (EEP), Zuchtleitung durch Zoo Zürich

Die Säuglinge der Kappengibbons sind zunächst cremefarbig. Im Alter von einem Jahr wechseln sie ihre Fellfarbe in silbrige und gelbbraune Partien. Die erwachsenen Weibchen bleiben bei dieser Jugendfärbung. Männchen jedoch wechseln ihre Fellfarbe während der Pubertät im Alter von sechs bis acht Jahren in eine fast vollständig schwarze Fellfärbung. Gibbonfamilien sind unter sich sehr friedlich. Es kommt kaum zu Streitereien. So fressen zwei Gibbons problemlos von derselben Frucht. Kleinkinder kriechen nie auf den Rücken der Mutter. Sie halten sich am Bauch fest, selbst bei den wildesten Hangelpartien der Mutter.

Diese Angaben wurden von der Internet Seite des Zoo Zürich übernommen https://www.zoo.ch/de/naturschutz-tiere/tier-pflanzenlexikon

Zoo 20120619 DSC00401

 
 

DSCHELADA Zoo Zürich

THEROPITHECUS GELADA

Verwandtschaft: Altweltaffen, Meerkatzenverwandte, Pavianartige (45 Arten), Dschelada (möglicherweise 3 Unterarten)

Lebensraum: gebirgige Grasflächen auf 1800 bis 4400 Metern über Meer

Lebensweise: bodenlebend, tagaktiv, schlafen in Felsnischen, nicht territorial

Sozialstruktur: Harems mit einem geschlechtsreifen Männchen und einigen meist miteinander verwandten erwachsenen Weibchen, auch Gruppen mit älteren und jungen Männchen, manchmal Zusammenschluss in grossen Herden von über 300 Tieren

Futter: Gras und Grassamen

Gewicht: Weibchen 10 bis 14 kg, Männchen 17 bis 21 kg, Neugeborene 450 bis 500 g

Kopf Rumpflänge: 50 bis 75 cm

Schwanzlänge: bis 75 cm

Tragzeit: 170 bis 180 Tage

Wurfgrösse: 1 Junges

Geschlechtsreife: Weibchen 4 bis 5 Jahre, Männchen 5 bis 8 Jahre

Lebenserwartung: über 20 Jahre

Aktueller Bestand: abnehmend, 200 000 Tiere, 312 Tiere in 21 europäischen Zoos, 15 Tiere im Bronx Zoo New York (2014)

Im Zoo Zürich seit: 1955, über 100 Jungtiere bis 2014, international koordinierte Zucht (EEP)

Diese Angaben wurden von der Internet Seite des Zoo Zürich übernommen https://www.zoo.ch/de/naturschutz-tiere/tier-pflanzenlexikon

Ein auffälliges Merkmal der Dscheladas ist der haarlose Fleck auf der Brust. Beim Männchen ist er sanduhrförmig und leuchtet in roter Farbe. Daher wird der Dschelada in deutscher Sprache auch als Blutbrustpavian bezeichnet. Während des Fortpflanzungszyklus des Weibchens verfärbt sich deren Brustbereich variabel, meist rötlicher und eine unterschiedlich stark ausgeprägte Reihe von Warzen entwickelt sich am Rande der haarlosen Brustregion. Diese Veränderungen signalisieren dem Männchen die Paarungsbereitschaft des Weibchens. Der Harem bildet die soziale Einheit. Männchen bleiben durchschnittlich drei bis fünf Jahre Haremsführer, bis sie von einem anderen, meist stärkeren Männchen verdrängt werden. Allerdings braucht der neue Herrscher die Akzeptanz der älteren Weibchen. Zwar überwacht der Haremsführer die ganze Gruppe, er kann aber nicht darüber bestimmen, welche Weibchen sich ihm anschliessen oder bei ihm bleiben und welche Weibchen sein Harem verlassen und zu einer anderen Gruppe wechseln. Unerwünschte Männchen werden von den Weibchen vertrieben.

Zoo 20110129 DSC00051

Zoo 20110129 DSC00053

Zoo 20110129 DSC00056

Zoo 20110129 DSC00064

Zoo 20110509 DSC00043

Zoo 20110819 DSC00011

Zoo 20130211 DSC00236

Zoo 20130211 DSC00252

Zoo 20130211 DSC00254

Zoo 20141011 DSC00056

Zoo 20141011 DSC00059

Zoo 20141011 DSC00069

Zoo 20160306 DSC00044

Zoo 20160306 DSC00056

Zoo 20160306 DSC00060

Zoo 20160319 DSC00127

Zoo 20161003 DSC00073

Zoo 20161003 DSC00092

Zoo 20170824 DSC00063

Zoo 20171010 DSC00102

Zoo 20171010 DSC00105

Zoo 20171010 DSC00119

Zoo 20171010 DSC00129

Zoo 20171010 DSC00137


GELBBRUSTKAPUZINER Zoo Zürich

CEBUS XANTHOSTERNOS

Verwandtschaft: Neuweltaffen, Kapuzinerartige (14 Arten), Kapuzineraffen (9 Arten)

Lebensraum: Regenwald, Trockenwald

Lebensweise: baumbewohnend, bevorzugt mittlere und untere Baumschicht, selten am Boden

Sozialstruktur: in Gruppen bis zu 30 Tieren, Rangordnung innerhalb der Geschlechter

Futter: Früchte, Nüsse, Blüten, Knospen, Vogeleier, Insekten und Kleintiere

Gewicht: Weibchen 2,5 bis 3 kg, Männchen 3,5 bis 4 kg, Neugeborene 250 bis 290 g

Körperlänge: 36 bis 42 cm

Schwanzlänge: bis 49 cm (greiffähiger Schwanz)

Tragzeit: 150 bis 170 Tage

Wurfgrösse: 1 Junges

Geschlechtsreife: Weibchen 4 bis 5 Jahre, Männchen 6 bis 8 Jahre

Lebenserwartung: 30 Jahre

Nutzung: Fleisch, Heimtierhaltung (illegal)

Aktueller Bestand: wenige hundert Tiere, weiter abnehmend

Im Zoo Zürich seit: 1996, 22 Jungtiere, Tiere gehören der brasilianischen Naturschutzbehörde, international koordinierte Zucht (EEP

Gelbbrustkapuziner gehören zu den meistbedrohten Affenarten der Welt. Der Hauptgrund ist die grossflächige Zerstörung der Regenwälder entlang der Atlantikküste Brasiliens. Der Bestand ist in den letzten Jahren auf wenige hundert Tiere zusammengebrochen. Einige Gelbbrustkapuziner leben zwar in Schutzgebieten. Diese sind aber sehr klein und für ein längerfristiges Überleben nicht wirklich geeignet. Die brasilianische Naturschutzbehörde hat in einem ersten Schritt illegal gehaltene Gelbbrustkapuzineraffen konfisziert und die Tiere zu Zuchtgruppen zusammengestellt. So hat auch der Zoo Zürich 1996 eine Gruppe erhalten, mit der seither erfolgreich gezüchtet wird. In Brasilien wurde eine Zuchtstation aufgebaut, an deren Finanzierung sich der Zoo Zürich beteiligt hat. Längerfristig sollen Jungtiere aus Zoos und Zuchtstationen in Brasilien ausgewildert werden. Dazu wird es aber grössere Schutzgebiete brauchen.

Diese Angaben wurden von der Internet Seite des Zoo Zürich übernommen https://www.zoo.ch/de/naturschutz-tiere/tier-pflanzenlexikon

Zoo 20120323 DSC00025

Zoo 20120323 DSC00015

Zoo 20130527 DSC00451

Zoo 20120619 DSC00011

Zoo 20120619 DSC00026

Zoo 20130527 DSC00473

Zoo 20120828 DSC00084

Zoo 20120828 DSC00095

Zoo 20130527 DSC00459

Zoo 20160813 DSC00011

Zoo 20160813 DSC00014

Zoo 20160813 DSC00017

Zoo 20160813 DSC00029

Zoo 20160813 DSC00034

Zoo 20160813 DSC00036

Zoo 20170213 DSC00142

Zoo 20170213 DSC00152

 

BOLIVIANISCHES TOTENKOPFÄFFCHEN Zoo Zürich

SAIMIRI BOLIVIENSIS BOLIVIENSIS

Verwandtschaft: Neuweltaffen, Kapuzinerartige (14 Arten), Totenkopfaffen (5 Arten), Bolivianisches Totenkopfäffchen (2 Unterarten)

Lebensraum: periodisch überfluteter Regenwald, Galeriewald entlang von Gewässern, Sekundärwald

Lebensweise: baumbewohnend, bevorzugt mittlere und untere Baumschicht

Sozialstruktur: häufig in Gruppen mit über 50 Tieren, Weibchen sind dominierend, Rangordnung innerhalb der Geschlechter, manchmal zusammen mit Kapuzineraffen

Futter: Insekten, Eier, kleine Wirbeltiere, Früchte, Nektar, Blüten, Knospen, Blätter

Gewicht: 0,7 bis 1,1 kg, Weibchen leichter, Neugeborene 100 g

Körperlänge: 26 bis 36 cm

Schwanzlänge35 bis 43 cm (greiffähiger Schwanz nur bei Jungtieren)

Tragzeit: 150 bis 170 Tage

Wurfgrösse: 1 Junges

Geschlechtsreife: Weibchen 3 Jahre, Männchen 5 Jahre

Lebenserwartung: 30 Jahre

Nutzung: Fleisch, als Heimtier, für Tierversuche im Labor (rückläufig)

Aktueller Bestand: häufig, aber abnehmend

Im Zoo Zürich seit: 2011, international koordinierte Zucht (EEP)

Diese Angaben wurden von der Internet Seite des Zoo Zürich übernommen https://www.zoo.ch/de/naturschutz-tiere/tier-pflanzenlexikon

Die eigenwillige deutsche Namensgebung haben die Totenkopfäffchen von ihrer maskenartigen weissen Gesichtszeichnung mit der dunklen Partie rund um den Mund. Die Tiere bewegen sich sehr geschickt im Geäst auf vier Beinen fort und benutzen dabei den Schwanz als Balancierhilfe. Diese flinken Bewegungen haben ihnen auf Englisch den Namen Squirrel Monkeys, also Eichhörnchenaffen, eingebracht.

Bis 1980 wurden viele Totenkopfäffchen gefangen, um sie als Haustiere zu halten. Viele Tiere gelangten auch nach Europa. Die berühmte «Meerkatze» in den Filmen von Pippi Langstrumpf war in Tat und Wahrheit ein Totenkopfäffchen. Heutzutage sind die Tiere kaum mehr durch den Tierhandel bedroht. Vielmehr spielt die Zerstörung ihres Lebensraumes eine viel grössere Rolle. Fortschreitende Waldrodungen dezimieren den Bestand.

Zoo 20131221 DSC00053

Zoo 20131221 DSC00057

Zoo 20131221 DSC00058

Zoo 20131221 DSC00068

Zoo 20131221 DSC00073

Zoo 20131221 DSC00081

Zoo 20131221 DSC00086

Zoo 20131221 DSC00087

Zoo 20131221 DSC00088

Zoo 20131221 DSC00089

Zoo 20131221 DSC00090

 

Zoo 20151024 DSC00020

Zoo 20151024 DSC00036

Zoo 20151024 DSC00046

Zoo 20151024 DSC00069

Zoo 20151024 DSC00078

Zoo 20151024 DSC00090

Zoo 20170101 DSC00041

Zoo 20180227 DSC00008